Untere Extremitäten

Schlaganfall, Fußheber, Klinz Bernburg, NES

Für die untere Extremität (für das Bein) haben sich zwei Produkte der funktionellen Elektrostimulation als sehr alltagstauglich erwiesen.

Das MyGait und das Bioness L300 sind Elektrostimulationsgeräte, die oberflächlich am Unterschenkel angebracht werden.

Am Unterschenkel wird die Manschette angelegt und am Fuß wird ein Fersenschalter getragen. Durch das ergonomische Designe sorgt die FES-Manschette für einen durchgehenden festen Kontakt zwischen den integrierten Elektroden und dem Bein des Patienten. Der Fersenschalter am Fuß erkennt, wenn die Ferse beim Gehen den Boden berührt und Druckbelastung (durch Gewichtsübernahme) bekommt.

Per Funk gibt er diese Information an den Stimulator in der Manschette weiter, der über Elektroden Impulse an den entsprechenden Nerv und die zuständige Muskulatur sendet. Dieser Impuls veranlasst die Muskeln dazu, den Vorfuß zu heben und erst bei Fersenkontakt wieder abzusetzen.

Sind Oberflächenstimulationen schlecht oder nicht anwendbar, kann ein Neuroimplantat wie der Muskelschrittmacher ActiGait helfen. ActiGait besteht aus einem Stimulatorkörper (Implantat), einer Steuereinheit, einer Antenne und einem Ferienschalter. Gemeinsam bewirken diese vier Komponenten eine kontrollierte Fußhebung. Der Fersenschalter informiert die Steuereinheit, sobald die Ferse den Boden verlässt. Diese Information wird über die Antenne (platziert an der Hautoberfläche) an das Implantat weitergegeben.
Das Implantat stimuliert die Wadenbeinmuskulatur, der Fuß wird kontrolliert angehoben. Das Ergebnis ist ein deutlich verbessertes Gangbild. Das Implantat wird bei einem operativen Eingriff unter die Haut gesetzt. Sobald die Wunde verheilt ist, wird das Implantat aktiviert und auf die individuellen Bedürfnisse des Betroffenen eingestellt.


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